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 Presseschau 
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Für alle die es noch nicht gelesen haben:
MZ vom 30.8. über ein Spiel aus "unserer" Liga:


SALZMÜNDE/MZ. HFC-Jungstar Toni Lindenhahn zog es am freien Sonntagnachmittag mal wieder zu den alten Kumpels. Fußball ansehen bei Germania Salzmünde. Vom nahen Seepark, wo er wohnt, bis zur "Saalearena", wie die Germanen ihren Sportplatz etwas hochtrabend nennen, ist es schließlich nur ein Katzensprung. Doch nach einer knappen halben Stunde wurde ihm die Zeit zu lang und er gab einem Ausflug nach Seeburg den Vorzug.

"Die Partie wurde nach zehn Minuten ewig unterbrochen, weil der Rettungshubschrauber einen verletzten Spieler abgeholt hat", sagt Lindenhahn. Die fliegenden Ärzte transportieren den Gutenberger David Wehling ab, der im Vorspiel mit Verdacht auf einen komplizierten Beinbruch ausgeschieden war. "Solche Bilder muss ich nicht sehen. Da bin ich gegangen."

Denkwürdiger Nachmittag

Und so verpasste Lindenhahn ein vielleicht historisches Fußballspiel. Im Duell der 1. Saalekreisklasse, Staffel 2, bezog Germania Salzmünde eine 6:12-Packung gegen die zweite Mannschaft des SSV Landsberg. Sven Sperling, der die Geschicke der Salzmünder Fußballer auch ohne offizielle Wahlfunktion lenkt, wollte selbst zwei Tage danach am liebsten gar nichts zu diesem denkwürdigen Nachmittag sagen. Er fühlte sich noch immer wie ein begossener Pudel. "Ich bin Jahrgang 71, spiele seit ewigen Zeiten Fußball. Aber so etwas ist mir noch nicht passiert", erzählt er. "Ich habe das Debakel als Spieler miterlebt und lag noch die halbe Nacht wach im Bett, weil ich nicht einschlafen konnte."

Eigentlich verlaufen die Fußball-Nachmittage in der elften Liga recht harmonisch. "Doch dieses Mal war schon von Beginn an alles anders", erzählt Sperling. Die Partie war zehn Minuten alt, da musste Schiedsrichter Andreas Mingram wegen des Hubschrauber-Einsatzes unterbrechen. "Die Konzentration war fürs Erste dahin", sagt Sperling. Trotzdem fanden die Salzmünder nach der Unterbrechung als Erste wieder ins Spiel. Alles schien nach Plan zu laufen. Erst recht, als Marco Angermann mit dem ersten seiner vier Treffer in der 20. Minute sogar die Führung für Germania erzielte.

Doch falsch gedacht! Was dann passierte, sucht wohl lange seinesgleichen. Die Landsberger reagierten, rannten die restlos überforderten Gastgeber in Grund und Boden und schossen sie bereits bis zum 7:2 zur Halbzeit ab. "Nach dem schnellen Ausgleich wollten wir natürlich reagieren, haben die Defensive etwas gelockert und sind damit voll in unser Verderben gerannt", sagt Sperling. Auch in der zweiten Halbzeit fielen die Tore wie reife Früchte. Der größte Abstand zwischen zwei Treffern betrug neun Minuten: vom 5:9 zum 5:10.

Der Ausgang des Spiels wird nicht weniger kurios beim Blick auf die Gesamtliga. Denn die Staffel zwei der 1. Saalekreisklasse ist die Tor-Liga schlechthin. Schon im letzten Jahr gab mehr als zehn Spieltage mit mehr als 30 Treffern. Doch jetzt hat es in 14 Spielen bereits 97 Mal eingeschlagen. "Das ist wirklich enorm viel", sagt Sperling. Doch er weist auch daraufhin, dass solche Ergebnisse immer wahrscheinlicher sind, je niedriger die Liga wird. "Die Zusammensetzung der Mannschaften ist höchst unterschiedlich." Während im Team der Germanen gerade mal drei Spieler weniger als 40 Lenze zählen, hatte der älteste Landsberger 23 Jahre auf dem Buckel.

Unterschiedliche Ziele

Den Salzmündern hätte also vor dem Anpfiff ein Blick auf den Spielberichtsbogen weitergeholfen. Dann nämlich hätten sie gewusst, dass Unheil droht und ihre Taktik entsprechend ausrichten können. Sperling nennt noch einen anderen Grund für die vielen Tore. "Es kommt auch darauf an, was ein Verein mit seiner zweiten Mannschaft bezweckt", sagt er. "Wir sind eine jüngere Alt-Herren-Mannschaft. Die jungen Landsberger haben andere Ziele, wollen sich für ihren Landesliga-Kader anbieten und möglichst aufsteigen."

Die Germanen haben Konsequenzen aus der Lektion gezogen. "Wir müssen uns verjüngen, wenn wir die Klasse halten wollen", sagt Sperling - und betreibt gleich ein wenig Werbung in eigener Sache: "Junge Leute, die bei uns spielen wollen, bekommen sofort die Chance in der ersten Mannschaft."

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 MZ-Bericht 
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MZ-Bericht von heute , aus dem Stadion einer unserer Auswärtsspiele vom kommenden Frühjahr und mit einen Hauptdarsteller, welcher möglicherweise auch im Heimspiel unserer 1.Mannschaft am 11.Dezember auftreten wird.
Der Bericht kommentiert sich selber, ich möchte maximal auf meinen Spielbericht vom Heimspiel gegen Landsberg verweisen.


Landsberg/MZ. Es gibt Tage, an denen es schwer fällt, über Fußball zu berichten. So wie an diesem kalten Samstagnachmittag: Der Wind pfeift eisig über den Landsberger Sportplatz. Vier große Fahnen flattern an weißen, sich biegenden Metallmasten, die steife Brise hat sie zum Teil schon in Fetzen gerissen. Unter dem Wellblechdach der kargen Tribüne haben sich vielleicht 50 Zuschauer verkrochen. Die letzten Herbstblätter sausen raschelnd an ihnen vorbei.
Dennoch ist es nicht das Wetter, das dieses unbehagliche Gefühl auslöst, sondern ein hünenhafter Mittdreißiger aus dem Landsberger "Fanblock". Schon während der bisher knapp sechzig Minuten des Landesliga-Spiels zwischen dem SSV und dem FSV Bennstedt fühlt er sich bemüßigt, sich wahlweise über den Schiedsrichter oder einen etwas klein gewachsenen Stürmer der Gastmannschaft aus Bennstedt zu belustigen. Doch nun, als sich der Nigerianer Adulphus Ofodile am Spielfeldrand auf seine Einwechslung vorbereitet, scheint der Wind dem breitschultrigen Mann endgültig den Verstand weggeblasen zu haben. Erst gibt er Affenlaute von sich, und als Ofodile dann in der 69. Minute aufs Spielfeld kommt, ruft der Chaot über den ganzen Platz: "Der hat sich nicht richtig geduscht. Der Stinker, das schwarze Schwein!"

Der routinierte Stürmer der Bennstedter, der vor elf Jahren mit dem damaligen Oberligisten 1. FC Magdeburg den großen FC Bayern München aus dem DFB-Pokal warf, lässt sich glücklicherweise nicht auf die Provokationen ein und versucht lieber, die drohende Niederlage des Tabellenletzten noch abzuwenden.

Nach dem Schlusspfiff sind die Trainer wütend über das Verhalten gegenüber Ofodile. "Er fährt jede Woche von seiner Arbeit in Erfurt zu uns, um uns zu helfen. Und dann muss er sich hier so bepöbeln lassen", sagt Bennstedts Coach Silvio Uhlmann kopfschüttelnd. Und auch sein Landsberger Kollege Maik Ritschel findet deutliche Worte: "Solche Rufe sind nicht zu entschuldigen. Das ist wahrscheinlich der Neid auf einen tollen Fußballer."

Doch sich verbal zu distanzieren, ist das eine. Das andere ist das Handeln des Vereins. Und warum der nicht eingreift, ist rätselhaft. Weder verbannen die Ordner den Mann nach draußen, noch reagiert der Stadionsprecher. Vereinssprecher Sven Lehneis erklärt: "Die Ordner haben mir von dem Vorfall erzählt. Aus ihrer Sicht war es kein Rassismus."

Man kann diese Bewertung der Ordner als lächerlich bezeichnen. Auf jeden Fall ist sie beispielhaft für den naiven Umgang mit Rassismus auf dem Fußballplatz. Und blind und taub gegenüber den Äußerungen eines Halbstarken zeigen sich leider auch die übrigen Zuschauer an diesem Tag. Einige seiner Freunde lachen sogar über die Kommentare. Zivilcourage? Fehlanzeige.

Kämpferisches Spiel auf Augenhöhe

Bei all der Aufregung abseits des Platzes, für die ein einzelner Unverbesserlicher sorgt, soll nicht verschwiegen werden, dass an diesem nasskalten Samstagnachmittag auch noch Fußball gespielt wird. Es ist kein unwichtiges Duell der beiden Kellerkinder. Denn vor dem Spiel liegen sie nur drei Punkte voneinander entfernt. Überhaupt trennt den Tabellenletzten aus Bennstedt als 16. nur selbige Punktzahl von Platz sechs. Also entwickelt sich zwischen den Saalekreis-Konkurrenten unter erschwerten Witterungsbedingungen ein kampfbetontes Duell.

Die Bennstedter machen, angetrieben vom kräftigen Wind, in der ersten halben Stunde mächtig Druck auf das Tor der Blau-Gelben. Gleich in der dritten Minute unterschätzt die Abwehr einen weiten Ball, den der freistehende Robert Eiser über den Kasten der Gastgeber knallt. Mehrere Fernschüsse verfehlen danach knapp ihr Ziel. In der 19. Minute haben einige der alteingesessenen Bennstedt-Fans schon der Torschrei auf den Lippen, aber mit einer spektakulären Reaktion lenkt Landsbergs starker Torwart Christian Dick einen abgefälschten Schuss von Marcus Plomitzer um den Pfosten.

Nach 29 Minuten die erste gute Chance für Landsberg: Einen Freistoßknaller von Matthias Hampel faustet Keeper Carsten Grotsch ins Feld zurück, der Nachschuss von Kevin Halfpap segelt knapp am langen Eck vorbei.

Acht Minuten später gehen die Gastgeber in Führung: Christoph Winterfeld erkämpft sich den Ball, legt ihn an der Abwehr vorbei und schießt ihn am zögerlichen Grotsch vorbei ins kurze Eck - eine klasse Aktion des Mittelfeldmanns. Landsberg bleibt am Drücker, kurz vor der Pause verpasst der für den verletzten Florian Tessmann eingewechselte Robert Berbig die Vorentscheidung.

In der zweiten Halbzeit setzt der Regen ein, ähnlich trist plätschert auch das Spiel vor sich hin. Bis zur verbalen Entgleisung des einheimischen Zuschauers passiert nicht viel auf beiden Seiten, Landsberg verwaltet trotz Windunterstützung den Vorsprung, Bennstedt agiert vor dem Tor zu ungenau. Erst gegen Ende nimmt das Spiel wieder Fahrt auf, aber die Chancen werden hüben wie drüben vergeben.

So steht Ofodile im Mittelpunkt. Er zeigt sich nach seiner Einwechslung unbeeindruckt und überzeugt mit klugen Pässen und Ballsicherheit. Aber auch er kann die 0:1-Niederlage der Bennstedter nicht mehr verhindern. Das treffende Fazit von Gäste-Trainer Uhlmann: "Heute war der Einäugige der König unter den Blinden."


Quelle: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1321007839886&openMenu=987490165154&calledPageId=987490165154&listid=994342720546

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 Rassismus in unseren Hauptort ? oder kocht die MZ was hoch? 
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Landsberg/MZ. In den Rassismus-Fall rund um das Landesliga-Spiel zwischen Landsberg und Bennstedt am vergangenen Samstag kommt Bewegung: Das Polizeirevier Saalekreis erstattete Anzeige wegen Beleidigung gegen unbekannt. Zudem wird geprüft, ob eine Volksverhetzung vorliegt. "Ich bin betroffen, aber auch dankbar, dass es öffentlich gemacht wurde. So etwas können wir auf keinen Fall tolerieren", sagte Polizeidirektor Reinhard Golinski.
Am Samstag beim Heimspiel des SSV 90 Landsberg gegen den FSV Bennstedt hatte ein Zuschauer den nigerianischen Gästespieler Adulphus Ofodile mit Affenlauten und den Worten "Der hat sich nicht richtig geduscht. Der Stinker, das schwarze Schwein!" rassistisch beleidigt.

Lutz Kalmus, Mitglied im Vereinsvorstand der Landsberger, reagierte bestürzt: "Ich bin von den Socken. Ich habe das selbst gar nicht mitbekommen während des Spiels, denn ich stand auf der anderen Seite des Feldes." Deshalb traf sich der Verein am Dienstagabend mit den Ordnern, um nochmals über den Vorfall zu sprechen. Die Ordner hatten zwar von Zwischenrufen berichtet, diese aber nicht als rassistisch eingeordnet und hätten den Chaoten nach eigener Aussage deshalb lediglich ermahnt.

Auch Schiedsrichter Volker Rulff hatte vom Vorfall nichts bemerkt. "Wenn ich es mitbekommen hätte, hätte ich es im Spielbericht notiert und dafür gesorgt, dass der Stadionsprecher eine Durchsage macht.", sagte er auf Nachfrage.

Der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) hat die beteiligten Vereine bis Donnerstag zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert. "Erst wenn wir ein klareres Bild von dem Vorfall haben, können wir weitere Maßnahmen ergreifen", sagte FSA-Sprecher Volkmar Laube. Angesprochen auf die Untätigkeit der Ordner bei besagtem Spiel erklärte der beim FSA für den Spielbetrieb zuständige Klaus Ebeling: "Alle Vereine müssen ihre Ordner einmal im Jahr zu einer verpflichtenden Schulung schicken. Dort werden die Ordner aufgeklärt, worauf sie während eines Spiels zu achten haben. Aber wir müssen uns dann eben auch darauf verlassen können, dass sie in einer solchen Situation in aller Deutlichkeit einschreiten."

Um Rassismus und Extremismus beim Fußball zu verhindern, gibt es im Landesverband seit März das Projekt "Menschlichkeit und Toleranz im Sport" (MuT). "Die Vereine sind sich dieser Problematik noch nicht ausreichend bewusst", sagte Projektkoordinator Daniel Wenzel. Da die Vereine die MuT-Beratungsangebote noch nicht nutzen würden, seien sie jetzt Bestandteil der Trainer- und ab nächstem Jahr auch der Schiedsrichterausbildung.

Quelle:
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Pressekonferenz nach Bayern-Real 2:1
David Alaba.... Auf ihn angesprochen sprudelte es aus Heynckes auf der Pressekonferenz nur so heraus: ".... bei ihm ist sicher die Fahnenstange noch nicht erreicht."

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